Battle der Jungköche: Sebastian Leyer zieht ins JUNGE WILDE-Finale ein

Am 13. Februar hieß es für drei Jungköche: Alles geben! Denn es ging um den Einzug in das Finale der JUNGEN WILDEN 2017. Der dritte Finalist steht nun fest und kann am 20. März im Zuge der Gastro Premium Night auf dem Süllberg in Hamburg auf den Titel JUNGER WILDER 2017 hoffen: Sebastian Leyer. Schon zum 13. Mal findet der wohl trendigste Kochwettbewerb der Gastro-Szene statt. Wir waren bei der Vorentscheidung in Hamburg mit dabei.

Leyer ist 29, Sous Chef im Restaurant “Pauly Saal” in Berlin und schon jetzt ein ganz Großer auf seinem Gebiet. Wenn er auch noch das Finale auf dem Süllberg gewinnt, bei dem er gegen zwei österreichische Kollegen antritt, wartet der Titel JUNGER WILDER 2017 auf ihn, ein Praktikum bei Alex Atala in Brasilien sowie die Coverstory des Rolling Pin. In Hamburg traten Daniel Phillips und Tom Pingel im Vorentscheid zum JUNGE WILDE-Finale gegen Leyer an. Phillips, 27, ist Sous Chef im Sylter Gourmet Restaurant “Spices” und Pingel, ebenfalls 27, arbeitet als Foodstylist für das Magazin “Foodboom” in Hamburg. Alle drei hatten also exzellente Voraussetzungen, um den Vorentscheid an dem Abend für sich zu gewinnen. Pingel schaffte es auf den zweiten Platz, Phillips wurde Dritter.

Ausgetragen wurde das Event vom Rolling Pin Secretclub – so nennt er sich seit Neuestem, der Kreis, der große Gastronomen, Köche, Barkeeper, Sommeliers und die JUNGEN WILDEN an außergewöhnlichen Orten vereinen will. Und auch dieses Mal sorgte der Secretclub mit seiner Veranstaltung zum Vorentscheid des JUNGE WILDE-Finales für einen unvergesslichen Abend.

Hippe Location dank der Kitchen Guerilla

Der JUNGE WILDE-Vorentscheid wurde mitten in Hamburg-Altona ausgetragen. Schon von draußen hört man hippe Musik, die in der Homebase der “Kitchen Guerilla” gespielt wird. Kitchen Guerilla? Klingt politisch revolutionär, ist es jedoch auf ganz anderer Ebene. Das Team der Kitchen Guerilla ist eine mobile Kocheinheit, die von Hamburg bis Istanbul fremde Küchen übernimmt und mit ihrem Konzept der Reduktion auf das Wesentliche überzeugen will. Den Rolling Pin haben sie überzeugt, schließlich fiel die Entscheidung der Austragung des dritten Vorentscheids für den JUNGEN WILDEN 2017 auf das Headquarter der Kitchen Guerilla.

Die Vorbereitungen für die 3-Gänge-Menüs, die an dem Abend rausgehen sollen, waren bereits in vollem Gange, als wir ankamen. Die Köche waren vertieft in ihre Arbeit – man sah, mit wie viel Passion jeder von ihnen zur Tat schritt. Neben dem Kochbereich für die drei Hauptpersonen gab es auch einige Stände, an denen sich die Gäste des Rolling Pin-Secretclubs kulinarisch verwöhnen lassen konnten. So wurden beispielsweise Weine der Marke “666 Metal Wines” ausgeschenkt, Liebhaber eines guten Gin Tonics konnten sich an einer stylishen Cocktailbar einen Longdrink mixen lassen und die Marke “Ursprung” von Transgourmet stellte einige seiner vielen nachhaltigen Produkte vor.

Eine Jury aus bekannten Gesichtern

Eine Jury war am Abend des 13. Februar selbstverständlich unerlässlich. Unter anderem mit dabei waren Thomas Imbusch und Marco D’Andrea, der im Jahre 2012 bereits selbst zum JUNGEN WILDEN-Gewinner gekürt wurde. Christoph Brand, unter anderem bekannt durch “Kochen unplugged”, Onur Elci, einer der Geschäftsführer von “Kitchen Guerilla”, sowie Christian Hümbs, einer der bekanntesten Patissiers Deutschlands, vervollständigten die Reihe der Juroren.

Die Küchenparty ist eröffnet

Beim Anrichten der Speisen wurde den drei Jungköchen vom Team der “Kitchen Guerilla” unterstützend unter die Arme gegriffen. Sebastian Leyer schickte als Erster seine Vorpeise: “OH KÜRBIS” hieß die Kreation von ihm und beinhaltete Knurrhahn, Kürbis und Zitrus. Die Jury war sichtlich begeistert: Nicht ein Wort der Kritik fiel bei diesem Gang.

Es folgte die Vorspeisen-Kreation des Hamburger Foodstylisten Tom Pingel: “Roter Knurrhahn mit grüner Sauce”. Spannend sah es aus auf dem schwarzen Teller, dieses Entrée von Pingel. Der Kontrast der hellgrünen Sauce und der rosa Blütenblätter, die sich vor dem schwarzen Untergrund abgehoben haben, war sehr hübsch anzusehen. Gegen einige Kritik von den Juroren war das Gericht jedoch nicht gefeit.

Anschließend gehörte die Bühne Daniel Phillips. Mit “Devil’s Paradise” wollte er die fünf Juroren überzeugen. Genau wie seine Mitstreiter verwendete er in seiner Vorspeise als Grundzutat den Knurrhahn. Dies ist eine der Herausforderungen bei dem Wettbewerb der JUNGEN WILDEN: Jeder Teilnehmer bekommt einen Warenkorb gestellt, dessen Produkte und Techniken Bestandteil der Menüs sein müssen. Somit gibt es Anhaltspunkte, um die einzelnen Kandidaten untereinander zu messen. Die Reihenfolge, in der diese Produkte und Techniken eingesetzt werden und die Ergänzung um weitere Zutaten, ist den Köchen jedoch selbst überlassen. Phillips schickte mit dem Knurrhahn Süßholzjus, Gewürzananas sowie die Sylter Royal Auster. Klingt spannend, sah auch spannend aus, von der Jury gab es jedoch bereits hier leichte Kritik.

Ring frei für Runde zwei

Sebastian Leyer wollte in seinem Hauptgang mit asiatisch inspiriertem “Schwarzen Rind” punkten und setzte in der Kombination auf Petersilienwurzel und Miso. Erneut war die Jury sehr angetan von seiner Präsentation und seinen Kochkünsten. Es blieb jedoch weiterhin spannend, denn auch Tom Pingel wollte mit seiner “Rinderhüfte der Hamburger-Berliner Freundschaft” punkten. Pfeffer, Asche-Gewürz und Zwiebel sollten das feine Stück Fleisch dabei unterstützen. Neben den Speisen, die die Jury zum Verkosten bekam, wurden auch einige Teller in die Menge gereicht. Dieses Gericht von Tom Pingel konnten wir probieren. Die Rinderhüfte war recht lecker, machte für uns jedoch nichts Besonderes her.

Bald darauf schickte schon Daniel Phillips seinen Hauptgang, der ihn ins Finale bringen sollte: “Beef is the new black” präsentierte sich mit Rinderhüfte, Jamaica Sauce, fermentiertem Pfeffer sowie Wurzelgemüse. Auf Anfrage des Moderators kritisierte die Jury jedoch auch hier den einen oder anderen Aspekt.

Das süße Finale

Dann ging es in den Endspurt. Sebastian Leyer wartete mit Topinambur, Vanille und Pistazie unter dem Namen “Süße Erde” auf. Tom Pingel wollte mit “Querbeet” und Kaffee, Kardamom, Schokolade, Brombeere sowie Avocado punkten. Der letzte Gang des Abends nannte sich “Springbreak” und enthielt Whiskey-Sour sowie Valrhona Schokolade und kam von Daniel Phillips.

Und dann war schließlich die Jury am Zug, für die die Entscheidung über den Gewinner des Hamburger Vorentscheids zum JUNGE WILDE-Finale sehr eindeutig war. Gratulation an Sebastian Leyer! Wir freuen uns bereits jetzt auf das große Finale auf dem Süllberg.

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