Mikroröstereien: Das neue Bewusstsein für Kaffee

Erik Brockholz am Roester_Credits Hans Ripa

Fotocredits: Hans Ripa

Kaffeetrinker mit Geschmack wissen schon lange: Die besten Bohnen bekommt man direkt beim Röstmeister. Wie gut, dass regionale Röstereien mittlerweile in jeder Stadt zu finden sind. Aber was macht den Kaffee aus Mikroröstereien so besonders und ist er wirklich so viel besser? Auf der Suche nach einer Antwort hat es uns zum Vizemeister der deutschen Röstmeisterschaften Erik Brockholz verschlagen.

Was sind Mikroröstereien überhaupt?

In kleinen, regionalen Röstereien wie der Hamburger Traditionsrösterei Burg ist das Rösten noch das Handwerk, das es sein soll. Der Kaffee wird nur in kleinen Mengen geröstet, langsam, schonend und stets von Hand. Das genaue Gegenteil macht die Industrie: Schnelles Rösten in großen Mengen und bei hohen Temperaturen in automatisierten Maschinen. Der einzige Vorteil daran ist, dass die Konzerne Kosten sparen und der Kaffee günstig angeboten werden kann. Das kostet aber wiederum Geschmack, denn da liegt industrieller Kaffee weit hinten. Angesichts dessen sind Mikroröstereien eine höchst willkommene Entwicklung. “Ich würde das Rösten auf diese Art nicht einmal als Trend bezeichnen”, so Erik Brockholz, “sondern als Bewusstsein für Qualität.”

Das Beste aus der Bohne…

…zu holen, so lautet das Credo von Mikroröstereien. Davon profitieren vor allem diejenigen, die sich bei der Kaffeezubereitung Zeit nehmen. Die Masse geht wieder weg von vollautomatisierten Maschinen, Kapseln, Pads und hin zu alternativen Brühmethoden wie dem guten alten Filterkaffee. Wie beim Rösten gilt das Stichwort “Entschleunigung” auch hier. Dazu gehört nicht nur das rituelle Aufbrühen, sondern auch das Mahlen der Bohnen. Denn wer gemahlenen Kaffee kauft, riskiert das Verflüchtigen von Aromen. Echte Genießer kaufen daher die ganze Bohne – aus der Mikrorösterei.

Nicht nur die Auswahl verschiedenster Sorten eröffnen dem Kaffeegenießer hier neue Geschmackshorizonte: Nebenbei entscheidet auch der Röstgrad, ob der Kaffee fruchtig-leicht oder intensiv-schokoladig schmeckt. “Helle Röstungen sind gerade sehr angesagt”, sagt der prämierte Röstmeister Erik Brockholz. “Dem Kaffee wird mehr Frucht und Säure gelassen, dafür hat er weniger Röstaromen.” Das ist natürlich Geschmackssache. Fakt ist, dass Mikroröstereien uns die Möglichkeit geben, vom Einheitskaffee abzuweichen und neue Sorten, Aromen und Zubereitungen zu entdecken.

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